Neu: Inhaltsverzeichnis und häufige Fragen im Blog, Social-Media-Links auf deiner Bewertungsseite. Alle Neuigkeiten

Google-Unternehmensprofil erstellen: Anleitung

Team Regiofy

12. September 2026

Im Jahr 2026 ist die lokale Online-Sichtbarkeit für Unternehmen wichtiger denn je. Ein Google Business Profil zu erstellen kostet nichts, und du pflegst damit selbst die Angaben, die in der Google-Suche und auf Google Maps zu deinem Betrieb erscheinen. Ein großer Teil der Verbraucher sucht lokale Unternehmen über Google Search oder Maps. Wer mit seinem Unternehmensprofil bei Google nicht präsent ist, verschenkt somit wertvolle Kundenkontakte an die Konkurrenz.

Was ist ein Google Business Profil (ehemals Google My Business)?

Ein Google Business Profil ist ein kostenloser Brancheneintrag von Google, mit dem Unternehmen ihre Online-Präsenz in der Google-Suche und auf Google Maps verwalten können. Es fungiert als digitale Visitenkarte und zeigt potenziellen Kunden wichtige Informationen wie Adresse, Öffnungszeiten, Kontaktdaten, Fotos und Kundenbewertungen an.

Google My Business wurde Ende 2021 in Google Unternehmensprofil umbenannt. Am Prinzip hat sich nichts geändert: Jedes Unternehmen, vom Einzelhändler über Restaurants, Handwerksbetriebe bis zur Arztpraxis, kann einen solchen Eintrag nutzen. Am meisten haben lokale Geschäfte davon, weil Kunden in der Umgebung sie damit in der Suche und auf Google Maps finden. Unternehmen ohne Ladengeschäft können ebenfalls ein Profil erstellen, indem sie statt einer Adresse ein Einzugsgebiet definieren (z. B. für mobile Dienstleister wie Klempner oder Lieferdienste).

Ein Google-Unternehmensprofil erscheint bei relevanten Suchanfragen in der Google-Suche (oft prominent im rechten Info-Kasten oder im lokalen „3er-Pack“) und auf Google Maps. Sucht jemand beispielsweise nach „Bäckerei in meiner Nähe“, können Profile mit passender Kategorie in diesem hervorgehobenen Bereich erscheinen. Über diesen Eintrag können Nutzer direkt eine Route planen, anrufen, Bewertungen lesen oder deine Website aufrufen. Für viele kleine Unternehmen ersetzt das Profil sogar zunächst eine eigene Website, denn es bietet als kostenlose Mini-Webseite alle entscheidenden Infos auf einen Blick.

Google Business Profil erstellen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung 2026

Die Erstellung eines Google-Unternehmensprofils ist unkompliziert und in wenigen Schritten erledigt. Folge dieser Anleitung, um dein Profil im Jahr 2026 erfolgreich anzulegen:

1. Google-Konto Anmeldung: Stelle sicher, dass du ein Google-Konto besitzt. Falls nicht, richte zunächst kostenlos eines ein (unter accounts.google.com). Mit diesem Konto meldest du dich bei Google an und rufst die Seite Google Unternehmensprofil auf.

2. Unternehmensprofil starten: Gehe auf die Website oder suche in Google nach „Google Business Profile“. Klicke auf „Profil erstellen“ bzw. „Jetzt verwalten“ und folge den Anweisungen. Zunächst fragt Google, ob dein Unternehmen bereits in Google Maps existiert. Wenn ja, kannst du den vorhandenen Eintrag beanspruchen; wenn nein, legst du einen neuen Eintrag an.

3. Unternehmensname und Kategorie: Gib den exakten Unternehmensnamen ein (so wie er im realen Leben verwendet wird). Wähle anschließend die passende Hauptkategorie für dein Geschäft aus. Nimm dir hierfür Zeit; laut Google wirken sich die gewählten Kategorien auf das Ranking in lokalen Suchergebnissen aus (Google-Hilfe, „Unternehmenskategorie verwalten“, abgerufen am 03.10.2026). Ein Restaurant sollte z. B. als Kategorie nicht bloß „Restaurant“, sondern konkreter „italienisches Restaurant“ wählen, wenn das zutreffend ist. Später lassen sich weitere Nebenkategorien hinzufügen; die Oberfläche lässt neun zu, eine Zahl, die Google selbst nicht dokumentiert. Googles eigene Vorgabe geht ohnehin in die andere Richtung: so wenige Kategorien wie möglich, um das gesamte Kerngeschäft aus der vorgegebenen Liste zu beschreiben. Irrelevante Kategorien schaden also mehr, als sie nützen.

Use as few categories as possible to describe your overall core business from the provided list

Google-Hilfe, „Guidelines for representing your business on Google“, abgerufen am 03.10.2026

4. Standort angeben: Nun wirst du gefragt, ob du Kunden an einem stationären Standort empfängst. Falls ja, trage die Adresse deines Geschäfts ein (Straße, Hausnummer, PLZ, Ort). Falls nein (weil du z. B. ein Service-Gebiet ohne Ladengeschäft bedienst), kannst du stattdessen dein Einzugsgebiet definieren. In diesem Fall bleibt deine private Adresse verborgen; du gibst nur die Regionen an, in denen du tätig bist. So können auch mobile Betriebe oder Lieferdienste ein Profil nutzen, ohne dass eine feste Adresse öffentlich angezeigt wird.

5. Kontaktdaten eintragen: Hinterlege eine Telefonnummer sowie, sofern vorhanden, die Website-URL deines Unternehmens. Achte akribisch auf die NAP-Konsistenz: Name, Address, Phone sollten überall identisch formatiert sein. Zum Beispiel: Schreibe deinen Namen und deine Adresse immer gleich (keine wechselnden Abkürzungen wie „Str.“ vs. „Straße“), und verwende ein einheitliches Telefonnummernformat. Einheitliche Angaben machen es Kunden und Suchmaschinen leichter, dein Unternehmen eindeutig zu erkennen. Überprüfe diese Angaben daher sorgfältig.

6. Verifizierung abschließen: Bevor dein Profil live geht, musst du bestätigen, dass du der Geschäftsinhaber bist. Welche Methoden dir dafür angeboten werden, legt Google automatisch fest; das hängt unter anderem von der Art deines Unternehmens, der Region und den Öffnungszeiten ab. Möglich sind Telefon oder SMS, E-Mail, ein Live-Videoanruf, eine Videoaufzeichnung und die Post, und manchmal verlangt Google mehr als eine Methode. Kommt dein Unternehmen für die Bestätigung per Video in Frage, empfiehlt Google diesen Weg: Im Video zeigst du z. B. deinen Geschäftsraum oder Unterlagen. Die Postkarte gibt es weiterhin, sie steht aber nicht jedem Unternehmen offen; die meisten Codes treffen laut Google innerhalb von 14 Tagen ein und verfallen nach 30 Tagen. Nach dem letzten Schritt prüft Google deine Angaben; das dauert bis zu fünf Arbeitstage, in seltenen Fällen länger (Google-Hilfe, „Unternehmen bei Google bestätigen“, abgerufen am 19.09.2026). Wähle die Methode, die dir angeboten wird, und folge den jeweiligen Schritten. Sobald dein Unternehmen erfolgreich verifiziert ist, wird das Profil für alle Nutzer in der Google-Suche und auf Maps sichtbar geschaltet.

Nach der Verifizierung kannst du weitere Details ergänzen (z. B. Beschreibung, Fotos, Services etc.). Dein Google Business Profil ist nun offiziell erstellt, doch um wirklich erfolgreich zu sein, solltest du es im nächsten Schritt optimieren.

Vor- und Nachteile eines Google Unternehmensprofils

Im Folgenden findest du eine Gegenüberstellung der größten Vorteile und möglichen Nachteile eines Google-Unternehmensprofils. Insgesamt wird deutlich, dass die Vorteile für lokale Unternehmen bei weitem überwiegen.

Vorteile

  • Kostenloses Marketing-Werkzeug: Die Einrichtung und Nutzung des Google Unternehmensprofils ist komplett kostenlos; es fallen weder Einrichtungsgebühren noch monatliche Kosten an. Für Unternehmen mit begrenztem Marketing-Budget ist das ein großer Pluspunkt, da man ohne finanzielles Risiko Reichweite aufbauen kann.
  • Gesteigerte lokale Sichtbarkeit: Vollständige und ausführliche Angaben helfen Google laut eigener Hilfe, dein Profil den passenden Suchanfragen zuzuordnen. Dein Profil kann in der Google-Suche und auf Google Maps erscheinen. Besonders begehrt ist ein Platz im Local Pack, den Ergebnissen mit Karte über den Webseiten-Treffern.
  • Mehr Kundenzulauf, von Google selbst beziffert: Wer ein vollständiges Unternehmensprofil vorfindet, besucht das Unternehmen mit 70 % höherer Wahrscheinlichkeit und zieht einen Kauf mit 50 % höherer Wahrscheinlichkeit in Betracht; als seriös gilt ein solches Unternehmen 2,7-mal so häufig (Google Unternehmensprofil-Hilfe, „Unternehmensprofil bei Google vervollständigen“, abgerufen am 01.10.2026).
  • Mehr Kundenvertrauen durch Verifizierung & Bewertungen: Ein neu angelegter Eintrag wird vor der Veröffentlichung verifiziert. Das schafft Vertrauen, denn Nutzer wissen, dass es sich um ein echtes Unternehmen handelt. Zudem wirken Google-Bewertungen wie eine Empfehlung aus dem Bekanntenkreis: Viele Menschen vertrauen Rezensionen im Netz genauso wie persönlichen Empfehlungen von Freunden. Ein Profil mit vielen guten Bewertungen und aktiven Inhaber-Antworten wirkt äußerst seriös und anziehend auf potenzielle Kunden.
  • Direkte Kundeninteraktion: Ein Google-Unternehmensprofil ermöglicht es Interessenten, direkt mit dir in Kontakt zu treten. Per Klick können Kunden dein Unternehmen anrufen, eine Route zu dir planen oder deine Website aufrufen. Du kannst regelmäßig Beiträge veröffentlichen, um Neuigkeiten oder Angebote zu teilen, und auf Rezensionen antworten. All diese Funktionen schaffen eine unmittelbare Verbindung zu deiner Zielgruppe, ohne dass diese erst deine Website suchen muss.
  • Wertvolle Einblicke: Google stellt umfangreiche Statistiken bereit: Du siehst z. B., mit welchen Suchbegriffen Nutzer dein Profil gefunden haben, wie oft auf „Route“ oder „Anrufen“ geklickt wurde und vieles mehr. Diese Daten helfen dir, dein Marketing gezielt zu steuern. Für die lokale Platzierung nennt Google drei Hauptfaktoren: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige Angaben zahlen auf die Relevanz ein, Bewertungen auf die Bekanntheit.

Nachteile

  • Regelmäßiger Pflegeaufwand: Ein Google Business Profil entfaltet seinen Nutzen nur, wenn es laufend aktualisiert wird. Du musst z. B. Öffnungszeiten, insbesondere an Feiertagen, aktuell halten, neue Fotos hinzufügen und auf Fragen oder Bewertungen reagieren. Vernachlässigt man das Profil, können falsche Informationen (z. B. veraltete Öffnungszeiten) Kunden verärgern. Die Pflege erfordert also Zeit und Disziplin, ähnlich wie bei sozialen Netzwerken.
  • Umgang mit negativen Bewertungen: Da jeder Google-Nutzer Bewertungen abgeben kann, bleibt es nicht aus, dass auch mal Kritik oder ungerechtfertigte Rezensionen erscheinen. Als Inhaber hat man keine Möglichkeit, negative Bewertungen selbst zu löschen. Du musst öffentlich professionell damit umgehen, also freundlich antworten und versuchen, Probleme offline zu klären. Das erfordert Fingerspitzengefühl. Unternehmen, die hier ungeschickt reagieren, riskieren Imageschäden. (Tipp: Die Vorteile echter Kundenrezensionen überwiegen meist die Nachteile einzelner negativer Kommentare.)
  • Spam- und Betrugsanrufe: Leider zieht ein öffentlich sichtbares Unternehmensprofil auch gelegentlich unerwünschte Aufmerksamkeit an. Viele Firmen berichten von vermehrter Telefonwerbung oder gar Betrugsanrufen, seit ihr Google-Eintrag online ist. Betrüger geben sich dabei z. B. als Google-Mitarbeiter aus und versuchen, für vermeintliche „Optimierungen“ Geld zu verlangen. Hier ist Vorsicht geboten: Google wird dich nie auffordern, für das Profil zu zahlen; es ist und bleibt kostenlos. Schule ggf. dein Team, solche Anrufe zu erkennen und zu ignorieren.
  • Ungewollte Änderungen durch Dritte: Google erlaubt es Nutzern und sich selbst, bestimmte Profilinformationen vorzuschlagen oder zu aktualisieren. So kann es passieren, dass Google automatisiert deine Öffnungszeiten anpasst (etwa an Feiertagen), oder dass ein Nutzer einen falschen Änderungsvorschlag macht (z. B. „dauerhaft geschlossen“ markiert). Solche Änderungen erfolgen manchmal ohne explizite Vorwarnung. Deshalb muss man das Profil im Blick behalten. Der Inhaber erhält zwar E-Mail-Benachrichtigungen über Änderungen, doch diese gehen leicht unter. Regelmäßige Kontrolle ist notwendig, um eventuelle Fehler schnell zu korrigieren.

Nach dem Erstellen: Dein Profil vollständig und aktuell halten

Herzlichen Glückwunsch, dein Unternehmensprofil ist live, doch jetzt fängt die eigentliche Arbeit an. Ein Google-Profil entfaltet seinen vollen Nutzen erst durch kontinuierliche Optimierung. Laut Google werden Unternehmen mit vollständigen und korrekten Informationen mit größerer Wahrscheinlichkeit in den lokalen Suchergebnissen angezeigt (Google, Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern, abgerufen am 03.10.2026), und ein gepflegter Eintrag überzeugt auch die Kunden. Es lohnt sich, Zeit in folgende Optimierungs-Tipps zu investieren:

  • Hochwertige Fotos & Logo: Visuelles Material zieht Aufmerksamkeit auf sich. Lade daher ausreichend viele, qualitativ hochwertige Fotos hoch, idealerweise mindestens 10 Bilder verschiedener Art. Zeige dein Geschäft von außen und innen, dein Team bei der Arbeit sowie deine Produkte oder Dienstleistungen. Achte auf gute Beleuchtung und ansprechende Motive, die dein Angebot widerspiegeln. Ergänze außerdem dein Profil um ein klar erkennbares Firmenlogo und ein aussagekräftiges Titelbild. Bilder sind ein mächtiges Instrument, um Interessenten zu überzeugen.
  • Dienstleistungen & Produkte einpflegen: Nutze die Möglichkeit, deine wichtigsten Dienstleistungen oder Produkte direkt im Profil aufzulisten. Bei Restaurants können das z. B. Menüpunkte sein, bei Handwerkern angebotene Leistungen (inklusive Preise oder Preisspannen). Laut Google lässt sich ein Profil mit lückenlosen und ausführlichen Angaben leichter den passenden Suchanfragen zuordnen (etwa wenn jemand nach „Treppenhausreinigung in [Stadt]“ sucht und du diese Leistung eingetragen hast). Potenzielle Kunden bekommen so auf einen Blick einen Überblick über dein Angebot und müssen nicht woanders suchen. Halte diese Liste aktuell; neue Produkte oder saisonale Services sollten zeitnah hinzugefügt werden.
  • Attribute gezielt nutzen: Google bietet branchenspezifische Attribute, mit denen du Besonderheiten deines Betriebs hervorheben kannst. Zum Beispiel „rollstuhlgerecht“, „WLAN verfügbar“, „haustierfreundlich“ oder „Außenbereich vorhanden“. Prüfe, welche Attribute für deine Branche zur Verfügung stehen, und wähle die zutreffenden aus. Diese Informationen werden in deinem Profil angezeigt und können für manche Nutzer kaufentscheidend sein (etwa wenn jemand gezielt nach „Café mit WLAN“ sucht). Laut Google wird dein Unternehmen mit bestimmten Attributen „möglicherweise bei Suchanfragen für Orte mit diesen Attributen angezeigt“ (Google, Unternehmensattribute verwalten, abgerufen am 03.10.2026).
  • Regelmäßig Beiträge veröffentlichen: Bleibe mit deinen Profil-Besuchern im Gespräch, indem du die Beiträge-Funktion nutzt. Darüber kannst du kurze Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen direkt in deinem Profil veröffentlichen, ähnlich wie kleine Social-Media-Beiträge. Ein neuer Beitrag wird Nutzern angezeigt, wenn sie dein Profil sehen, und signalisiert Aktualität. Plane idealerweise wöchentlich einen Beitrag ein. Das könnte z. B. die Ankündigung eines Sonderangebots, ein Foto eines neuen Produkts oder ein Hinweis auf geänderte Öffnungszeiten sein. Solche Beiträge halten dein Profil lebendig und erhöhen die Interaktionsrate, da interessierte Kunden mehr Gründe haben, dein Profil regelmäßig zu besuchen.
  • Fragen & Antworten im Blick behalten: Google hat angekündigt, diesen Bereich zu überarbeiten, und die zugehörige Programmierschnittstelle am 3. November 2025 eingestellt (Google for Developers, „Q&A API“, Änderungsprotokoll, abgerufen am 19.09.2026). Solange in deinem Profil Fragen von Kunden erscheinen, beantworte sie zeitnah und öffentlich, denn die Antwort sehen alle, die dieselbe Frage haben. Häufige Fragen beantwortest du zusätzlich in deiner Unternehmensbeschreibung und auf deiner Website; dort bleiben die Antworten stehen, gleich wie Google den Bereich überarbeitet.

Ob in deinem Profil Fotos, Öffnungszeiten oder eine Beschreibung fehlen, zeigt dir die Profil-Analyse von Regiofy: eine Punktzahl je Bereich, dazu konkrete Empfehlungen.

Bewertungen und Kundeninteraktion strategisch managen

Warum sind Bewertungen so wichtig? Weil Online-Rezensionen einer der wichtigsten Vertrauensfaktoren für lokale Kunden sind. Ein großer Teil der Kundschaft liest Google-Bewertungen, bevor sie ein Geschäft vor Ort zum ersten Mal aufsucht. Ein Profil mit vielen positiven Bewertungen wirkt für Neukunden äußerst vertrauenswürdig, fast so, als würde ein Freund das Unternehmen empfehlen. Nutze dies zu deinem Vorteil, indem du aktiv Bewertungen sammelst und professionell damit umgehst.

Mehr Bewertungen erhalten: Bitte deine Kunden aktiv um eine Bewertung, ohne vorher nach Zufriedenheit auszuwählen. Viele Menschen bewerten gerne, wenn man sie freundlich dazu einlädt. Google macht es Unternehmen leicht, einen direkten Bewertungslink zu nutzen. Diesen Link kannst du deinen Kunden per E-Mail zusenden oder als QR-Code ausdrucken und im Laden auslegen (z. B. an der Kasse oder auf Flyern). So gelangen Kunden mit einem Scan direkt zum Bewertungsformular. Erfahrungsgemäß hilft es auch, Kunden persönlich nach Abschluss des Auftrags zu sagen: „Über eine Google-Bewertung würden wir uns sehr freuen.“ Je einfacher du es deinen Kunden machst, desto mehr Feedback wirst du erhalten.

Zeitnah auf Bewertungen reagieren: Nimm dir die Zeit, auf Bewertungen zu antworten, auf Kritik immer, auf Lob dort, wo du etwas ergänzen kannst. Das zeigt, dass dir Kundenfeedback wichtig ist. Wenn du auf Lob antwortest, bedanke dich; mit Kritik gehst du konstruktiv um. Gerade bei negativen Bewertungen gilt: bleibe sachlich, höflich und lösungsorientiert. Versuche, das Problem offline zu klären, aber reagiere öffentlich, damit alle sehen, dass du dich kümmerst. Ideal ist es, innerhalb von 24 Stunden zu antworten, denn Schnelligkeit signalisiert Professionalität. Zum Beispiel:

„Vielen Dank für Ihr Feedback. Es tut uns leid, dass Sie diese Erfahrung gemacht haben, das entspricht nicht unserem Anspruch. Gern möchten wir das Problem wiedergutmachen. Bitte melden Sie sich doch unter info@meinbetrieb.de, damit wir gemeinsam eine Lösung finden. Wir schätzen Ihre Rückmeldung sehr und nutzen sie, um unseren Service weiter zu verbessern.“

Eine solche Antwort zeigt Verständnis, geht nicht in die Defensive und bietet einen konkreten Lösungsweg, damit kannst du oft sogar kritische Kunden versöhnen und demonstrierst zugleich potenziellen Neukunden deine Kundenorientierung.

Kontaktwege aktuell halten: Die frühere Chat-Funktion im Google-Unternehmensprofil hat Google zum 31. Juli 2024 eingestellt. Umso wichtiger ist, dass die übrigen Kontaktwege stimmen: Telefonnummer, Website und Öffnungszeiten sollten immer aktuell sein, damit Anfragen dort ankommen, wo du sie auch beantwortest. All diese Interaktionsmöglichkeiten (ob Bewertungen, Fragen oder Anrufe) machen dein Unternehmensprofil zu einer lebendigen Anlaufstelle für Kunden. Wer hier aktiv und serviceorientiert agiert, sticht positiv hervor.

Die Art und Weise, wie Kunden lokale Informationen finden, steht vor einem Wandel. Künstliche Intelligenz (KI) spielt dabei eine immer größere Rolle. Mit den KI-Übersichten (AI Overviews, zuvor als Search Generative Experience erprobt) liefert Google Nutzern Zusammenfassungen direkt in den Suchergebnissen. Solche Übersichten erscheinen auch bei lokalen Suchanfragen. Welche Quellen Google dafür im Einzelnen heranzieht, legt Google nicht offen.

Für Unternehmen heißt das: Daten sind der neue Schlüssel. Eine KI kann nur das präsentieren, was sie an zuverlässigen Informationen vorfindet. Ein vollständig und präzise ausgefülltes Google-Profil wird daher vom netten Bonus zum absoluten Muss. Alle Angaben, von Öffnungszeiten über Leistungen bis zu Attributen wie „kontaktloses Bezahlen möglich“, sollten stets korrekt sein. Je vollständiger und genauer die Angaben, desto eher hat ein KI-gestütztes System überhaupt etwas, worauf es eine Empfehlung stützen kann. Wie Google Unternehmen für KI-Übersichten auswählt, sagt Google nicht. Sicher ist nur: Was nicht in deinem Profil steht, kann dort auch niemand finden.

Auch autonome KI-Assistenten könnten bald eine Rolle spielen. Man kann sich vorstellen, dass digitale Assistenten à la Alexa, Siri oder Google Assistant künftig komplexere lokale Empfehlungen geben („Finde ein gut bewertetes Restaurant mit veganen Optionen und Außenbereich in meiner Nähe“). Die Basis für solche Empfehlungen werden wiederum strukturierte Profildaten sein: etwa welche Küche du anbietest, welche Attribute (vegan, Außenplätze) dein Betrieb hat und wie deine Bewertungen ausfallen. Wenn dein Profil diese Informationen nicht liefert, existierst du für solche Anfragen praktisch nicht.

Kurz gesagt: Genauigkeit und Vollständigkeit deines Google-Unternehmensprofils werden in den kommenden Jahren immer entscheidender. Wer sein Profil jetzt auf dem neuesten Stand hält, bereitet sich optimal auf die KI-gesteuerte Zukunft der lokalen Suche vor. Mache dein Geschäft also „KI-fit“, indem du alle Datenpunkte pflegst. Dieselben Angaben helfen Kunden heute in Suche und Maps und jedem System, das sie künftig ausliest.

Fazit

Fazit: Warum kein lokales Unternehmen 2026 auf ein Google-Profil verzichten kann

Ein Google Business Profil ist 2026 mehr denn je ein unverzichtbares Werkzeug für lokale Unternehmen. Es ist kostenlos in der Erstellung und fungiert als digitale Schaltzentrale, über die du gefunden wirst und mit Kunden interagieren kannst. Vom ersten digitalen Eindruck (Adresse, Öffnungszeiten, Bilder) bis zur Kundenbewertung: alles Wichtige spielt sich hier ab. Ohne Unternehmensprofil existierst du für viele potenzielle Kunden online schlicht nicht.

Die Erstellung des Profils ist nur der Anfang. Die wirklich erfolgreichen Unternehmen sind diejenigen, die kontinuierlich an ihrem Profil arbeiten: Informationen aktuell halten, auf Bewertungen reagieren, neue Inhalte bieten. Dieses bisschen Extra-Aufwand zahlt sich aus: Ein vollständiger und korrekter Eintrag wird laut Google eher in den lokalen Suchergebnissen angezeigt und wirkt auf Kunden professionell. In Zeiten, in denen so viele Menschen online nach lokalen Anbietern suchen, wäre es fahrlässig, dieses kostenlose Potenzial brachliegen zu lassen.

Warte also nicht länger: Erstelle jetzt dein Google-Unternehmensprofil, falls du es noch nicht getan hast, oder optimiere einen bestehenden Eintrag, und halte ihn so gepflegt, dass Kunden, die dich auf Google finden, sofort alles Wichtige sehen.

Häufige Fragen