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Googles Profil-Indikator misst nur Vollständigkeit

Team Regiofy

20. September 2026

„Wie gut ist unser Profil eigentlich?“ ist eine der häufigsten Fragen von Betrieben, die ihr Google-Unternehmensprofil ernst nehmen. Google beantwortet sie halb. Es gibt einen offiziellen Indikator, aber er misst etwas anderes als das, was die Frage meint, und eine Gegenüberstellung mit dem Wettbewerb bietet Google für die meisten Branchen nicht an.

Das heißt nicht, dass sich nichts vergleichen ließe. Es heißt, dass du den Vergleich selbst anstellen musst, und dass du dafür wissen solltest, welche Signale überhaupt zählen.

Was Google dir zeigt, und was nicht

Unter „Leistung“ sammelt Google die Zahlen zu deinem eigenen Profil: Aufrufe, Suchanfragen, Interaktionen, Anrufe, Routenabfragen, Klicks auf die Website, dazu je nach Branche Nachrichten, Buchungen, Produkte, Speisekarten und Angebote. Zu den Suchanfragen hält Google fest, es seien die Suchbegriffe, über die Kunden dich gefunden haben.

The search terms people used to find your business

Google, Understand your Business Profile performance & insights, abgerufen am 20.09.2026

Das ist nützlich und hat eine harte Grenze: Alle diese Zahlen betreffen ausschließlich dein eigenes Profil. Du erfährst, wie oft du aufgerufen wurdest, aber nicht, wie oft der Betrieb zwei Straßen weiter aufgerufen wurde. Für alle anderen Branchen liefert Google keine Vergleichszahl; die einzige dokumentierte Ausnahme sind Hotels, die ihre Preise mit denen anderer Häuser vergleichen können, die Nutzer ebenfalls angesehen haben. Auf derselben Seite steht dazu:

To compare your hotel prices with the prices of other hotels users viewed, check the performance page

Die Note, die es gibt, misst etwas anderes. Google führt einen „Profile Strength Indicator“, und der zeigt, wie vollständig dein Profil ausgefüllt ist. Nach Googles eigener Beschreibung lässt er sich nutzen, um das Profil zu verbessern und mehr Kunden zu erreichen, wenn du deine Angaben aktualisierst.

You can use Google's Profile Strength Indicator to help improve your Business Profile and connect with more customers when you update your business info

Google, Manage your Profile Strength, abgerufen am 20.09.2026

Er findet fehlende Angaben und prüft, ob dein Profil über Googles Dienste hinweg einheitlich ist. Er bewertet nicht deine Leistung, und er vergleicht dich mit niemandem. Sichtbar ist er nur für bestätigte Profile.

Ein zweiter Satz gehört dazu, weil er regelmäßig Geld spart: Es gibt keine Möglichkeit, eine bessere lokale Platzierung anzufordern oder zu kaufen.

There's no way to request or pay for a better local ranking on Google

Google, Tips to improve your local ranking on Google, abgerufen am 20.09.2026

Wer dir eine Platzierung verkauft, verkauft dir etwas anderes.

Woran Google die Reihenfolge festmacht

Google nennt drei Größen, und sie sind ungleich stark beeinflussbar (Google, Tips to improve your local ranking on Google, abgerufen am 20.09.2026):

Relevanz ist, wie gut ein Profil zu dem passt, wonach jemand sucht. Das ist der Teil, den du unmittelbar in der Hand hast: Kategorie, Beschreibung, Leistungen, Attribute.

Relevance is how well a Business Profile matches what someone is searching for

Entfernung ist, wie weit ein Betrieb vom Suchenden entfernt ist. Daran änderst du nichts, außer durch einen Umzug.

Distance refers to how far each business is from the customer who's searching

Bekanntheit ist, wie bekannt ein Betrieb ist; bekannte Orte erscheinen eher in den Ergebnissen.

Prominence means how well-known a business is. Prominent places are more likely to show up in search results

Hier steht auch der Satz zu den Bewertungen: Mehr Bewertungen und gute Noten können der lokalen Platzierung helfen.

More reviews and positive ratings can help your business's local ranking

Zwei der drei Größen sind also beeinflussbar, und genau diese beiden sind bei jedem Wettbewerber öffentlich einsehbar.

Die Signale, die du bei jedem Wettbewerber siehst

Für einen Vergleich brauchst du keinen Zugang zu fremden Konten. Alles Folgende steht offen im Profil und lässt sich in einer Tabelle nebeneinanderlegen:

Durchschnittsnote und Zahl der Bewertungen. Die Zahl ist oft aussagekräftiger als die Note. Vier Komma sieben bei achtzehn Bewertungen ist eine andere Lage als vier Komma vier bei dreihundert.

Wie frisch die Bewertungen sind. Ein Betrieb mit zweihundert Bewertungen, von denen die jüngste anderthalb Jahre alt ist, sieht in der Zahl stark aus und im Verlauf schwach.

Ob und wie geantwortet wird. Google formuliert vorsichtig: Hilfreiche und freundliche Antworten können zeigen, dass du auf deine Kunden eingehst.

Helpful and positive replies to reviews can show that you're responsive to your customers

Google, Manage customer reviews, abgerufen am 20.09.2026

Ob ein Wettbewerber antwortet, siehst du mit einem Blick, und in vielen Branchen antwortet niemand.

Die Hauptkategorie. Sie entscheidet mit darüber, zu welchen Suchanfragen ein Profil überhaupt passt, und sie ist bei der Konkurrenz sichtbar. Wenn drei von vier Wettbewerbern eine andere Hauptkategorie führen als du, ist das eine Beobachtung, die eine Erklärung verdient.

Vollständigkeit. Öffnungszeiten samt Feiertagen, Leistungen, Attribute, Fotos, beantwortete Fragen im Bereich „Fragen & Antworten“, sofern Google ihn für deine Branche und Region anzeigt. Kein einzelner Punkt entscheidet etwas, die Summe schon.

Wo der Vergleich aufhört zu tragen

Die Entfernung verzerrt alles. Wer vier Kilometer außerhalb sitzt, wird bei einer Suche aus der Innenstadt schlechter ausgespielt, egal wie gut sein Profil ist. Ein Vergleich ist nur dann aussagekräftig, wenn er Betriebe im selben Einzugsbereich nebeneinanderstellt.

Die eigene Position ist nicht die, die deine Kunden sehen. Ergebnisse hängen vom Standort des Suchenden ab. Was du am eigenen Schreibtisch siehst, ist eine Momentaufnahme von genau einem Punkt.

Eine Punktzahl ist eine Vereinfachung. Jede Zusammenfassung mehrerer Signale zu einer Zahl trifft Gewichtungsentscheidungen, die jemand getroffen hat. Sie ist nützlich, um Bewegung zu erkennen, und ungeeignet, um daraus eine Platzierung abzuleiten.

Was eine Punktzahl leisten kann

Sie beantwortet eine andere Frage als „bin ich besser als die anderen“. Sie beantwortet: Hat sich bei uns etwas bewegt, und in welche Richtung? Dafür muss sie über die Zeit stabil gerechnet sein und sich aufschlüsseln lassen, sonst weißt du zwar, dass ein Wert gefallen ist, aber nicht warum.

Genau das macht Regiofy: eine Punktzahl je Standort, mit der Aufschlüsselung, woraus sie sich zusammensetzt, und ab dem Paket Filialen im Profil-Bericht dem Verlauf über die Zeit. Die Aufschlüsselung sagt dir, an welcher Stelle du ansetzt. Im Bericht listen wir außerdem die Betriebe, die Google unter „Nutzer suchten auch nach“ zu deinem Profil zeigt; deren Kennzahlen holen wir nicht, die Gegenüberstellung von oben bleibt deine Handarbeit.

Der Vorteil liegt weniger in der Zahl als in der Regelmäßigkeit. Die Signale von Hand nebeneinanderzulegen ist an einem Nachmittag machbar. Es jeden Monat zu tun, für jeden Standort, ist es nicht.

Fazit

Fazit: den Vergleich selbst anstellen

Unter „Leistung“ zeigt dir Google nur die Zahlen deines eigenen Profils, und der Profile Strength Indicator misst, wie vollständig dein Profil ausgefüllt ist, nicht, wie du im Vergleich dastehst. Für die Reihenfolge nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit; zwei davon kannst du beeinflussen. Note, Zahl und Frische der Bewertungen, Antworten, Hauptkategorie und Vollständigkeit siehst du bei jedem Wettbewerber offen im Profil. Vergleiche nur Betriebe im selben Einzugsbereich, und lies eine Punktzahl als Zeichen dafür, ob sich etwas bewegt, nicht als Platzierung.

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